Wanderung zum Ferchen- und Lautersee

Zu zwölft erreichten wir um 10:23 Mittenfeld. Schon in Garmisch prasselte heftiger Regen auf
die Fensterscheiben und bereitete uns auf eine feuchte Wanderung vor. Wir waren vom
Wetterdienst ja vorgewarnt, also hatten alle in Mittenwald schnell die Schirme aufgespannt
und Regenkleidung angezogen.Wir hatten schnell den Anfang unseres Rundwanderweges erreicht.

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Ziemlich steil führte uns der Weg Richtung Lauter- und Ferchensee. Mein Plan war,
zuerst zum Ferchensee zu wandern, diesen zum unrunden, dann hinunter zum Lautersee und
nach einer Rast in einen Gasthöfe wieder zurück zum Bahnhof Mittenwald zu gehen.

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Aber an der Weggabelung Ferchensee/Lautersee entschieden wir zuerst in der Lautersee-Alm
einzukehren, um von dort evtl. wieder zurück nach Mittenwald zu gehen. In knapp 15 Minuten
waren wir an der Lautersee-Alm  und - der Regen hatte aufgehört, die ersten Sonnenstrahlen
zwängten sich durch die Wolken -  also wanderten wir ohne Einkehr über einen wunderschönen
Bergpfad immer leicht bergauf Richtung Ferchensee. Die noch regennassen Blätter, Blumen und
Gräser verbreiteten einen herrlichen Duft, keine Radfahrer oder andere Wanderer störten die
Ruhe. Gegen 13:00 Uhr erreichten wir bei Sonnenschein und blauem Himmel das Gasthaus
Ferchensee mit seinem wunderschönen Biergarten direkt am See. Wir ließen uns viel Zeit,
genossen den Blick über den See bis zu den aufragenden Gipfeln der Wettersteinspitzen.

 

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Wir umrundeten den Ferchensee, wanderten aber nicht zurück zum Lautersee-Rundweg,
sondern stiegen auf einem schmalen Bergpfad bergauf, der Blick hinunter zum Lautersee über
blühende Wiesen belohnte uns für den Abstecher. Ein bisschen verfehlten wir den richtigen

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Weg, gelangten aber dann doch wieder zur Lautersee-Alm. Noch bevor alle ihren Kuchen
gegessen und den Kaffee getrunken hatten, fing es wieder an zu regen. Im strömenden Regen
machten wir uns auf den Weg, vorbei an der kleinen Kapelle, dann wieder zuerst bergauf zum
Felseneck und bergab über einen schmalen Pfad und durch das Straßengewirr der Altstadt zum
Bahnhof. Ich hatte in Mittenwald angekommen meine Gruppe mit den Worten "nur noch 10
Minuten bis zur Abfahrt des Zuges" ermahnt, sich etwas zu beeilen. Und wirklich, zwei Minuten
vor Abfahrt standen alle auf Gleis 2. Dann verkündete Axel nach einem Blick auf den Fahrplan
"dieser Zug fährt nur samstags und sonntags". Nach 34 Minuten fanden alle einem Platz im
Regio Werdenfels, der uns in knapp zwei Stunden zurück nach München brachte.

Irmgard von der Herberg

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