von Ulrich Gimbal (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Im Juli fand als Ersatz für das wetterbedingt ausgefallene Tourwochenende in den Kitzbühler Alpen ein Bergwochende in den "Stubaiern" statt. Als Ziele setzten wir uns zwei relativ einfach zu besteigende 3000er-Berge, Zischgeles 3004m und Sulzkogel 3016m.  Beide Gipfel wurden erfolgreich bestiegen. Auf Tour waren ich und 2 Bergfreunde aus München.

Start- und Zeitpunkt war der Samstagmorgen in München. Per PKW gings durch mehrere starke Regengebiete über Garmisch, Zirl ins Inntal und weiter über Kematen ins Sellraintal. Im Tal selbst fuhren wir über Gries zum Wanderparkplatz Praxmar auf 1687m Höhe. Dort angekommen herrschte zwar schlechtes Wetter, aber es regnete zumindest nicht.

Nach dem Parken und Umziehen gings auf steilen und nassen Bergwegen bergan. Von den zwei Möglichkeiten zum Gipfel zu gelangen, wählten wir den linken Weg (über Drei- und Köllenzeiger) Der Pfad führt zunächst durch Wiesen sowie über mehrere Zwischenhöhen zu einer Abzweigung unterhalb des Oberstkogels. Wir nahmen wiederum den linken Weg und wanderten zur nächsten Wegegabelung. Dort hielten wir uns rechts. Der Steig führte einen steilen Hang entlang zu einer Passhöhe, etwa auf 2700m, genau zwischen Zischgeles und Oberstkogel. Das Gelände weitete sich. Nun führte der Weg über schottrig-felsiges Gelände weiter an den Zischgeles heran. Die letzten 70 Höhenmeter erwiesen sich dann als schwer. Es waren einige Klettereien über grob-felsige Blöcke nötig (Klettergrad 1+). Meine 2 Tour-Teilnehmer verzichteten, wegen noch nicht ganz auskurierten Alt-Verletzungen an Knie oder Schulter, auf diesen Schlußanstieg. Das Gipfelkreuz erreichte ich daher nur allein. Am Gipfel selbst war wegen der regnerischen Wolken-Nebel-Suppe nicht viel zu sehen. Der Blick reichte gerade so in Sellraital hinunter. Benachbarte 3000er-Spitzen zeigten sich nicht. Nach kurzer Pause stieg ich wieder zu den Bergfreunden ab.

Der Abstieg fand entlang des Aufstiegswegs statt. Nach insgesamt 7,5 Stunden kamen wir zum Auto zurück. Unterwegs kam es immer wieder zu kurzen Regenschauern. Wir kehren noch vor Ort in einen Berggasthof ein. Nach der notwendigen kulinarischen Stärkung gings per Auto ins Inntal zurück. Wir fuhren zum Übernachtungsquartier in Inzing. Dort angekommen kamen wir nach Tagesabschlußbier/-radler schließlich zur verdienten Ruhe. Im Tourverlauf erklommen wir ca. 1320 Höhenmeter.

Am nächsten Morgen wachten wir in einer völlig anderen Wetterwelt auf. Die Sonne strahlte vom wolkenlos-blauen Himmel. Nach dem Frühstück fuhren wir zum Kühtaisattel auf 2017m. Vom Kühtai-Ort wanderten wir zunächst zur Staumauer des Speichersees Finzbachtal und von dort um den See herum in Richtung unseres Zielbergs, den Sulzkogel. Über schottriges und nasses Gelände gings nun längere Zeit steiler zu einem Kamm hinauf. Altschneefelder wurden dabei umgangen. Je höher man kam desto grober wurden Steine. Fels und Weg. Am Kamm weitete sich der Blick bis zum Inn- und Ötztal. Innsbruck war in der Ferne zu sehen, ebenso beispielsweise die Zugspitze. Das letzte Wegstück erforderte wiederum leichte Kletterei (erster Schwierigkeitsgrad). Am Gipfel selbst bot sich ein Super-Panorama der gesamten Umgebung. Zu nennen sind hierbei wichtige Gipfel der Stubaier Alpen (Schrankogel), des Karwendels (Kleiner Solstein), des Wettersteins sowie der Ötztaler Alpenberge (u.a. Wildspitze). Auf dem gesamten Tourweg war viel Wanderbetrieb. Der Gipfel war aber groß genug um in Ruhe die Kogelspitze genießen zu können.

Der Abstieg erfolgte entlang des (einzigen) Aufstiegsweges. Die Alt-Schneefelder dienten nun zur Vereinfachung des Abstiegs. man konnte auf ihnen gut hinunter rutschen. Die Tour dauerte 6 Stunden, bei 1000 Höhenmetern. In Kühtai kehrten wir noch in einem Gasthof ein und fuhren anschließend nach München zurück.

Leider hatte sich kein Sektionsmitglied zu den Touren angemeldet.

Überblick über unser Tourenprogramm