Bergtourwochenende Stubaier Alpen

von Ulrich Gimbal

Bergwandern im Stubaital

Samstag 23.06.2018, Am Münchner HBF traf ich eine Dame zum Wanderwochenende in Tirol.  Los gings mit dem NightTrain (aus Hamburg) nach Innbruck. Ankunft dort 9.15 Uhr. Kurzzeitig später fuhren wir mit dem Bus nach Fulpmes/Stubaital. Unterwegs verzögerte ein Stau auf der Brenner-Autobahn die Fahrt. Direkt an der Bushaltestelle, kurz vor Fulpmes (935m), begann der Anstieg auf die Serles 2717m. Zunächst stiegen wir auf Forstwegen durch Wald in Richtung Wildebenhütte auf. Später zweigte ein steiler Bergpfad vom Weg ab und führte auf direkterem Wege zur Hüttenalm auf 1781m. Laufzeit bis dort 2 Stunden.  Nach kurzer Rast bei der Hütte ging es weiter bergauf durch Latschenkiefergelände. Dies bot nach kurzer Wegstrecke großartige Aussichten auf das Stubaital, in Richtung Innsbruck und auf die Bergkulisse drumrum. Auch der Zielberg und weite Teile des Weges dorthin waren nun sichtbar. Der Steig führt, teils steil, durch sehr schottrig-rutschige Abschnitte. Die Aussichten verbesserte sich mit jedem erstiegenem Höhenmeter. Das Wetter entwickelte sich wesentlich besser als erwartet. Nach insgesamt 3 Stunden und 35 Minuten erreichten wir das Serlesjöchl 2384m. Nun begann der Endspurt zum Gipfel. Eine Leiter und weitere Seilsicherungen erleichterten den Aufstieg über steileres Felsgelände. Schließlich wurde bei starkem Wind der Gipfel bezwungen. Gehzeit in Summe 4 Stunden 25 Minuten, bei 1782 Höhenmetern. Der überwältigende Gipfel-Ausblick reichte mindestens über einen Luftlinienradius von bis zu 100km in alle Richtungen, u.a. bis zu den Lechtaler-und Ötztaler Alpen im Westen, die Dolomiten und Zillertaler im Süden und natürlich auf die naheliegenden Stubaier-Dreitausender. Nach ausgiebiger Gipfelrast stiegen wir über den Anstiegsweg wieder ab. Unterwegs gabs noch eine kurze Mahlzeit in der Wildebenhütte. Nach 8 Stunden und 10 Minuten wurde das Nachtquartier in Fulpmes ereicht. 

Am nächsten Tag, 24.06.2018, wurde w/Wetteraussichten das Wanderziel auf das Kreuzjoch geändert. Dort bestand die Option per Kabinenbahn abzusteigen. Zunächst stieg man auf der nördlichen Talseite durch Wald bis zur Froneben-Alm 1306m auf. Weiter gings auf Forstwegen zur Galtalm 1634m, dann auf gutem Bergsteig zur Gipfelstation der Kreuzjochbahn 2135m. Unterwegs boten sich Top-Ausblicke auf die am Vortag bestiegene Serles, die Stubaier Gletscherberge und auf Kalkkogel-Berge zwischen Stubai und Innsbruck. Nach 3 Stunden und 1275 Höhenmetern wurde der Gipfel des Kreuzjochs 2210m erkommen. Nach Rast und Stärkung auf der Bergspitze sowie der Bergstation der Kabinenbahn fuhren wir mit ebendieser nach Fulpmes zurück. Im Ort erwischten wir knapp den Bus zum Innsbrucker Hauptbahnhof. Die Fahrt zum Bahnhof verlief diesmal ohne Stau. Noch im Bahnhof in Innsbruck konnte man Rückblicke auf das Serles-Bergmassiv werfen. Der nächste Zug nach München HBF kam pünktlich und traf auch ohne Verspätung in München ein.  Das für mich bislang beste Bergtourwochenende des Jahres 2018 kam zum Abschluß. An beiden Tourtagen wurden insgesamt 3057 Höhenmeter absolviert.

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