Nach vielen Jahren vergeblicher Mühe mit der "Filtersackanlage" wurde diese jetzt durch ein Konzept mit Veredungsbecken ersetzt.

Zur Erinnerung: Die Abwässer müssen vor Ort geklärt werden, da die Ableitung ins Tal nicht finanzierbar ist. Verlangt ist "Badewasserqualität". 2007 hatte die Sektion eine Filtersackanlage zur mechanischen Reinigung und Klärteiche zur biologischen Nachreinigung errichtet. Beabsichtigt war, dass der Inhalt aus der 4-Kammer Klärgrube regelmäßig abgepumpt und die Flüssigkeit wieder zurückläuft, nachdem die Feststoffe in Jutesäcken hängenbleiben. Das Verfahren war als Pilotprojekt deklariert, da noch keine oder nur wenig Erfahrung vorlagen. Die biologische Nachreinigung funktioniert sehr zufriedenstellen. Das Abfiltern des Schlamms aber nicht: die Jutesäcke sind ganz schnell verstopft, das Verfahren deshalb extrem zeitaufwändig. Transport und Entsorgung der in Plastiksäcke verpackten Jutesäcke unhygienisch und problematisch - alles in allem unzumutbar für den Betreiber und deshalb nicht praktiziert, so dass 2018 die Kläranlage vor dem Kollaps stand.

Jetzt wurde auf ein neues Verfahren umgestellt, bei dem das Abwasser aus der Klärgrube in ein "Vererdungsbecken" mit feinem Sand und Kies gepumpt wird und die Feststoffe dabei abgefiltert werden. Der "Schlamm" bleibt an der Oberfläche und "verrottet" langsam. Die Anlage ist so ausgelegt, dass dies hoffentlich nur ein Mal am Ende der Saison stattfindet, da es nach dem Beschicken zu Geruchsbelästigung kommt. Erfahrungsgemäß legt sich der Gestank nach wenigen Tagen und die "verrotete" Schlammkruste muss nur alle paar Jahre abgetragen werden. Die Rotte darf zur "Böschungsdüngung" vor Ort ausgebracht werden.

Auch die gemauerte 3-Kammer-Klärgrube aus den 60-iger Jahren galt als sanierungsbedürftig und wurde jetzt durch unterirdische Container mit mehr Kapazität ersetzt.

Beantragung und Genehmigung haben mehrere Jahre gedaurt und leider gibt es keine staatlichen Fördernitteln, da das Projekt als Umbau und nicht als Neubau eingestuft war. Trotz der hohen Investition erhoffen wir uns aber eine erhebliche Verbesserung des Betrieb. Wir werden weiter darüber berichten. Hier ein Foto aus der Bauphase.

 

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