Bergtourwochenende Lechquellgebirge

von Ulrich Gimbal

Bergwandern bei Bludenz im Vorarlberg

Samstag 19.05.2018, 7 Uhr morgens traf ich am Münchner HBF zwei laufstarken Damen zum Wandern im Lechquellgebirge. Wir fuhren mit dem EuroCity bis Lindau, anschließend per RegioExpress nach Bludenz im Vorarlberg. Nach einem kurzen Abstecher zum Hotelquartier begann sogleich die erste Tour. Es ging in Richtung Elsspitze 1980m. Dazu bestiegen wir zunächst einen Bergkamm mit einigen guten Aussichtspunkten hinunter zur Stadt. Unser Weg führte weiter hinauf zur Unteren-, dann Oberen Furklaalm. Auf einen steilen Grashang führte der Steig weiter Richtung Elsspitze später durch einen Bergwald und zwischen Latschenkiefern. Das Wetter entwickelte sich unklar. Es musste jederzeit mit angekündigten Gewittern gerechnet werden. Der Zielberg lag fast immer in den Wolken. Auf einem Kamm oberhalb des Furklawaldes bei etwa 1720m entschlossen wir uns w/Wetter zur Umkehr. Der Kamm bot aber gute Blicke in Bergrutsch- und Erosionsgelände mit gewaltigen Furchen, Felstürmen, Abbrüchen u.a. Man konnte die Gewalten von Unwettern und Wasser erahnen. Beim Abstieg gingen wir über einen Gipfel der Katzenköpfe, 1495m, gelegen im Almgelände der Furkla. Dort stehen auch eine Vielzahl von privaten Ferienhäusern. Entlang des Aufstiegsweges ging es dann zum Tal-Quartier in Bludenz zurück. Der Tag wurde mit einem reichlich- und schmackhaften Abendessen geschlossen. Insgesamt wurden 1180 Höhenmeter erklommen. Tourdauer etwa 5 Stunden.

Am darauf folgenden Sonntag 20.05.2018 hieß das Ziel Hoher Frassen, 1979m. Zunächst stieg man wieder auf den stadtnahen Bergkamm auf. Per Forstweg führte die Wanderung an Hängen entlang mäßig steil aufwärts. Die Landschaft wechselte von Wald in wildes Tobelgebiet. Dort ging es über einen Bergsteig steil bergan bis eine Alm erreicht wurde. Anschließend erneut steil nach oben bis zu einer Passhöhe östlich des Frassen-Bergmassivs. Von nun ab am Südhang über einfache Bergsteige zum Gipfel. Das Wetter entwickelte sich besser als erwartet. Wenigen Schauern folgte Sonne/wechselnde Bewölkung. Am Gipfel gab es gute Fernsicht u.a. ins Rheintal bis zum Säntis, ins Montafon und ins Große Walsertal. Nach dem Gipfelgenuß führte der Abstieg über die Frassenhütte bis zum Madeisak-Berg 1402m. Von dort per Seilbahn ins Tal zurück. Der letzte Marsch führte uns zum Bahnhof Bludenz. Unterwegs nahmen wir noch Gepäck im Hotelquartier auf. In Summe wurden 1460 Höhenmeter gelaufen. Die Tour dauerte ca. 6,5 Stunden. Anschießend Rückfahrt per Eisenbahn nach München. Ankunft 20.41 Uhr.