von Ulrich Gimbal

Die An- und Abreise erfolgte per Zug von München nach Jenbach und weiter mit der Zillertal-Schmalspurbahn bis Mayrhofen.

Tag 1: Samstag 03.07.2021, Brandberger Kolm 2700m:

Morgens bei gutem Wetter ging es zu Fuß zur zentralen Ortsbushaltestelle in Mayrhofen. Mit dem Bus fuhr ich zum Dorf Brandberg 1082m. Direkt ab Haltepunkt gehen einige Wanderpfade in die Umgebung, ab, so auch so auch der Weg zum Brandberger Kolm 2700m. Der Pfad führt steil durch Wiesengelände aufwärts unterhalb des Brandberger Ortsteils Ahornach vorbei in Richtung Kolmhaus. Durch Wald und Gestrüpp wurde schließlich das Haus erreicht. Ab der Hütte über Wiesen zum Fuß des Bergestocks. In Serpentinen ging es zu einer Wegegabelung. Nun rechts über steiniges Wiesengelände zu einem Vorfels des Kolm-Bergs. Weiterer Anstieg über den Südhang. Die letzten 10 Höhenmeter führten sehr steil auf den Gipfelkamm. Oben angekommen gab es eine längere Pause zum Gipfelgenuss bei bestem Wetter. Die Rundumsicht ging bis zum Rofan/Karwendel im Norden sowie auf die nah gelegenen Berge der Zillertaler-, Tuxer- und Kitzbüheler Alpenberge. Nach vielen Fotos und dem Verzehr von mitgebrachten Essen erfolgt der Abstieg auf der Anstiegsroute. Unterwegs gab es eine zeitlich längere Einkehr im Kolmhaus. Die Fotoausbeuter war an diesem Tag besonders gut. Es wurden in 8 Stunden 1640 Höhenmeter erlaufen. Der Tour-Tag endete im Gasthaus Brücke in Mayrhofen bei einem umfangreichen Abendessen.

Brandberger Kolm

Gipfel Brandberger Kolm

 

Tag 2: Sonntag 04.07.2021, Penken 2095m:

An diesem Tage war schlechtes Wetter angekündigt. Ich wanderte vom Hotelquartier zunächst abwärts in den Talgrund, bzw. zum Zemmbach. Nach Überquerung dessen stieg ich über die Asteggalm, Penkenhaus und Obere Stallebenalm zum Penken auf. Wolken und Nebel wechselten sich dabei ab. Der Weg führte über Bergpfade, Forststraßen und -wege.  Eine gute Sicht gab es nicht.  Direkt unterhalb des Penken ging ich ins Gasthaus/den Biergarten Penkentenne. Nach einer kulinarischen Stärkung wanderte ich über das Gipfelplateau zur Bergstation der Penkenbahn. Es waren viele Leute unterwegs, der typische Touristenrummel. Unterwegs begann es zu Regnen. Zum Abstieg nutze ich die Bahn. Unten in Mayrhofen angekommen machte ich noch einen kurzen Bummel durch das Ortszentrum. Später am Abend gab es nochmals kulinarische Genüsse.  Für die Bergtour brauchte ich 5 Stunden. Dabei wurden 1490 Höhenmeter erstiegen.

 

Tag 3: Montag 05.07.2021, Gerlossteinwand 2166m:

Die Wettervorhersage war wieder besser. Wieder ging ich zur zentralen Bushaltestelle und fuhr nach Brandberg. Ab dort wanderte ich erneut durch steiles Wiesengelände. Der Weg führte diesmal in Richtung des Ortsteils Windhag. Später zweigte ich nach rechts in den Wald zum weiteren Anstieg ab. Das nächste Ziel war die Labergalm 1774m. Nun leider wieder Abwärts zur Karlalm 1746m und Kotahornalm 1624m. Bei letzterer Alm (bewirtschaftet) machte ich eine kurze Rast. Anschließend wanderte ich über steile Bergpfade durch teils unwegsames Gelände auf das Plateau des Gerlossteinhorns. Ich traf nach längerer Zeit von der Südseite kommend auf das Gipfelkreuz des Horns. Hier kurze Rast in Nähe des Gipfels. Am Gipfel selbst traf ich viele andere Wanderer an. Sie stiegen offensichtlich überwiegend mit Hilfe der Gerlosstein-Seilbahn von den Nordseiten her auf. Die Sicht am Gipfel war einigermaßen gut, insbesondere die Tiefblicke ins Zillertal, auf den Penken, den Brandberger Kolm sowie in Richtung Hohe Tauern. Der Abstieg erfolgte auf der Nordseite, steil, in Richtung des Gerloskogerls. Von dort zurück zur Kotahornalm. Ab der Alm gings direkt ins Zillertal, zum Ort Hollenzen, hinunter. Im Talgrund wanderte ich schließlich nach Mayrhofen zurück. Die Tour dauerte ca. 7 Stunden. Dabei wurden 1320 Höhenmeter im Auf- und Abstieg absolviert.

Dies war die letzte Tour des langen Wochenendes. In Summe wurden an den 3  Tagen etwa 4450 Höhenmeter erreicht.

Zillertal