Als ich am Freitag Abend erfuhr, dass Oli die Tour leider aus familiären Gründen nicht selbst leiten kann, hieß es erstmal "neu sortieren": Als erstes rief ich alle Teilnehmer an, dass wir statt um 8:00 schon um 6:00 am nächsten Morgen starten, damit wir das gute Wetter nutzen und nicht im Ferienstau stehen müssen.

Bis auf einen Teilnehmer konnte ich auch alle von meinem Plan überzeugen, nur den letzten konnte ich nicht erreichen. Wir entschieden uns trotzem um 6:00 zu fahren und das war auch gut so, denn als wir mittags auf der Hütte ankamen und unsere "Vorhut" trafen, die bereits am Vortag angereist war, stellte sich heraus, dass unser "Kandidat" ebenfalls bereits am Freitag angereist war.

Lawinenanrisskante Tour am Samstag

Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns noch mittags auf Richtung Sesvenna-Scharte. Leider ließ die schwierige Lawinenlage nicht allzuviel zu. Am Vormittag war bereits ein großer Lawinenabgang beobachtet worden. So stellte ich auch am Abend die schwierige Frage: was machen wir morgen? Das Wetter war nicht besonders gut angesagt, vor allem für den Nachmittag. So entschieden wir uns, den Wecker zunächst früh zu stellen und das Wetter zu prüfen, sollte es - wider Erwarten - gut sein, wollten wir Richtung Piz Sesvenna aufbrechen. Leider begrüste uns am Morgen der Schneesturm, so dass wir uns einfach noch mal umdrehten...Nach dem Frühstück brachen wir dann noch auf, aber weit kamen wir nicht. Den Rest des Vormittags verbrachten wir mit Pipser-Suche.

Sicht Null!

Abfahrt am Montag

Am Montag in der Früh dann leider das gleiche Bild: so entschieden wir uns nach dem Frühstück abzufahren und den Tag lieber in einem nahe gelegenen Skigebiet zu verbringen, angesichts der nach wie vor angespannten Lawinensituation.

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Alles in allem war es trotz schlechten Wetters und gewissen Anlaufschwierigkeiten ein erholsames Wochenende. Vielen Dank an die immer kompromissbereite Gruppe!

Leitung und Bericht: Susanne Habenicht

Fotos: Wolfgang Maier (ASC)