Wanderung Hechtsee Thiersbergkappelle

Rund um den Hechtsee und zur Thiersbergkapelle am 12. Juli 2017, (oberhalb Kiefersfelden und Kufstein)

Führerin Dr. Ulrike v. Hase-Schmundt

Der Ausgangspunkt war der Parkplatz ca. am Ende der Thierseestraße Kiefersfelden. Von dort ging es ca. 50 Hm aufwärts zum Hechtsee (544 m). 10 kleine Negerlein...hatten sich nicht angemeldet, aber 6, und dann waren's nur noch 4, die trotz zweifelhaftem Wetterbericht bei mäßiger Hitze, aber intensiver Schwüle, zunächst den Hechtsee teilweise umrundeten und dann durch den dichten Blätterwald die Thiersbergkapelle (721 m) erklommen.

Dort gab es in einer der herrlich bepflanzten Sitzecken erst einmal eine Brotzeit, bevor wir uns der ausführlichen Besichtigung der Bergfriedes widmeten: seinen prähistorischen Präsentationen, seinen Krippen und Votivtafeln, schließlich seiner Aussicht auf Kufstein und das Inntal.

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Das Gipfelphoto auf dem Bergfried entstand mit Hilfe eines Wanderers, der zusammen mit seiner Familie und Freunden nach oben gekommen waren: es waren die Konzertmeister des Festspielorchesters zu Erl ! So konnten wir oben auf dem Turm einer iPad-Übertragung eines Konzertes von J.S. Bach lauschen- inmitten eines großen Orchesters vehement gespielt von einem der sechsjährigen Jungwanderer, die hier halsbrecherisch herumturnten!

Der Einsiedler, Bruder Konrad aus Regensburg, hatte gerade Mittagspause, so saßen wir lange still in der der Hl.Johannes dem Täufer geweihten Wallfahrtskapelle, in der seit dem frühen 19. Jahrhundert zusätzlich eine Marienverehrung lebendig ist.

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Um wieder ins Hochtal zu gelangen, schritten wir nun die 14 Kreuzstationen von oben nach unten ab. Endlich war einmal das herrlich altmodische Gasthaus „Neuhaus“ geöffnet! Da gibt es die mit karierten Tüchern bedeckten Tische unter dem Birnbaum auf leichtem Grasboden, im Innern einen sog. Jugendstilsaal, Übernachtungspreis € 35.-!

Dem konnten wir widerstehen und stiegen wieder ab zum grünschimmernden Hechtsee mit seinen dicken Karpfen, vorbei an dem alten Grenzstein zwischen Tirol und Bayern und dem nach Schwefel stinkenden Wasserfall. Fünf Stunden waren wir unterwegs gewesen, zwischen heißer Sonne und dichten Wolken, erfüllt von dem Zauber des so liebevoll bepflanzten und mit Gedenktafeln für die ehemaligen Einsiedlern verzierten Gipfels.

Ulrike v. Hase-Schmundt