Erst Nebel und Schneesturm, dann Sonne und Pulverschnee.

Ein Bericht vom Skitourenkurs im Stubai und Naviser Tal.

Als es im September darum ging, das Winterprogramm aufzustellen, stellte sich mir die Frage, ob es Sinn macht, den - mehr oder weniger - gleichen Kurs "Abfahrts- und Aufstiegstechnik" dieses Jahr zum 6. mal anzubieten.
Wir - Flo und ich - überlegten auch lange hin und her, wo es hin gehen sollte und nachdem die Wahl beim Skigebiet aufs Stubai gefallen war, wo man übernachten könnte.
Doch das noch sehr wage formulierte Winterprogramm war kaum heraus gekommen, da hatte ich schon die ersten Anmeldungen.
Für die sonntägliche Skitour und die Übernachtung fiel unsere Wahl dann auf das Naviser Tal. Dort fanden wir über den Tourismusverband eine Unterkunft mit Frühstück, die auch noch für 8 Leute Platz hatten.
Schnell füllten sich diese 8 Plätze und da zwei besonders hart gesottene sich entschlossen im Wohnwagen zu übernachten, waren wir am Ende 10 Leute.

Am Samstag trafen wir uns - mit einiger Stau bedingter Verspätung - an der Bergstation Gamsgarten. Von dort ging es weiter hinauf in Nebel und Sturm und Flo zeigte uns den ganzen Tag viele Tricks, wie wir unsere Skitechnik verbessern könnten. Auch wenn die Sicht schlecht war, der hervorragende Neuschnee entschädigte uns für vieles! Zum Schluß konnten wir gar nicht genug bekommen, so dass wir mit dem letzten Lift und letzen Licht noch die Skiroute "Wilde Grube" ins Tal abfuhren.
Bei starkem Schneefall gings anschließend mit den Autos weiter ins Naviser Tal in unsere herzliche Unterkunft. Nachdem das örtliche Gasthaus zu hatte, bewirtete uns Maria spontan mit 3 riesen Töpfen Spaghetti mit zweierlei Soße. So hatten wir noch Zeit am Abend über Lawinengefahr, -lageberichte und Rettung aus Lawinen zu sprechen.
Den Abend beschlossen wir mit einer Verkostung der hauseigenen Edelbrandproduktion.
Am nächsten Morgen fanden wir 50 cm Neuschnee und Sonne über den Bergen vor. Nichts wie auf, aufs Naviser Kreuzjöchl!
Wir waren nicht die einzigen, die dieses Ziel hatten und so mussten wir für das kurze Stück bis zum Parkplatz noch Schneeketten anlegen, da sich die Autoschlage nur langsam den Berg heraufschob.
So starteten wir auch diesmal mit einiger Verspätung und die ersten hatten schon den ersten Kaiserschmarn auf der Stöckl-Alm genossen, als der Rest dort eintraf. Gemeinsam gings weiter bis zum Vorgipfel des Naviser Kreuzjöchl. Als uns dort der Wind empfing und die weiteren Hänge zum Hauptgipfel voll mit lawinengefährdetem Triebschnee keinen Abfahrtsspaß versprachen, entschlossen wir uns nach 900-1000 Hm zum umdrehen. Doch eine beachtliche Leistung für den einen oder anderen, dessen erste Skitour es war!
Zurück auf der Stöcklalm, nach der obligatorischen Piepsersuchübung, stellte sich die Frage: sollen wir nächstes Jahr den Kurs noch ein 7. mal durchführen?
Die Antwort fiel einheitlich aus!
Ein herzliches Dankeschön an diese super Truppe!